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Produkte: Spenglerei

SPENGLEREI · GLASEREI

 

Das Spenglerhandwerk ist ein sehr altes und traditionelles Handwerk. Der Spengler bearbeitet Bleche zu Bauteilen im Bauwesen oder Handelswaren (heute nur noch selten) unter Anwendung verschiedener Metallverarbeitungstechniken und setzt unter anderem folgende Verfahren um:

  • Falzen (bördeln, schweifen, treiben, abkanten, einrollen, sicken)

  • Löten (weichlöten- hartlöten) = verbinden gleicher und verschiedener Werkstoffe mittels Lot (Zinn, Messing, Silber)

  • Schweißen (verbinden gleicher Werkstoffe mit gleichem Schweißmaterial)
     

Falzen ist eine Verbindungsart. Zwei Bleche werden dabei miteinander verfalzt. Meistens werden Rohre, Metalldächer, Kamineinfassungen, etc. gefalzt. Ein Falz ist eine Verbindung, welche gewisse Dehnungsbewegungen zulässt.

Beim Löten werden die Werkstoffe (Metalle) mit einem Zusatzwerkstoff verbunden. Es ist ein thermisches Verfahren. Bevor man mit dem eigentlichen Lötvorgang startet, bestreicht man die Naht mit einem speziellen Flussmittel, um den Sauerstoff fernzuhalten. Nach dem Erstarren des Lotes ist eine stoffschlüssige Verbindung entstanden. Dieser Vorgang wird mit Hilfe von Lötkolben und Lötzinn durchgeführt.

Das Schweißen wird zur unlösbaren Verbindung von materialgleichen Bauteilen unter Anwendung von Wärme und Druck (z.B. Punktschweißen) verwendet. Dabei werden die zu verbindenden Werkstoffe bis zu deren Verflüssigung erhitzt und vermischen sich dadurch, so dass sie nach dem Erstarren fest miteinander verbunden sind.

Zur Geschichte des Spenglers
Der Beruf des Spenglers hat sich aus den Berufen Spangler, Flaschner und Klampferer entwickelt. Es ist daher auf den ältesten Unterlagen meistens vom Flaschner die Rede.

Der Flaschner war mit der Herstellung von Laternen und Hausrat beschäftigt. Diese Tätigkeit kann am ehesten noch mit dem auch noch in unserem Jahrhundert bekannten Galanteriespengler verglichen werden.

Parallel dazu gab es den Beruf des Klampferers. Die Klampferer durften im Gegensatz zu den Flaschnern nicht mit dünnem, weißem Blech arbeiten und auch keine Ladenlokale besitzen. Die Tätigkeit des Klampferers war daher auf Roheisen ausgerichtet, das er schmieden und nachträglich verzinnen musste.

Im Jahre 1771 wurde der Beruf des Flaschners mit dem des Klampferers zur Spenglerzunft vereinigt. Damit wurde der lang andauernde Streit zwischen diesen beiden Bereichen der Metallbearbeitung bereinigt.
 
Ab 1820 setzte der Aufschwung des Spenglergewerbes durch Erfindung der Tauchverzinnung und des Walzverfahrens zur Blechherstellung ein.

Tätigkeiten des Spenglers:

  • Dachentwässerungen (Dachrinnen und Regenfallrohre)

  • Mauer- und Gesimsabdeckungen

  • Kamineinfassung, Verkleidung und Überdachung

  • Balkon- und Terrasseneinfassungen

  • Wandverblechung  und Einfassungen

  • Traufverblechung und Ortgänge (Giebelsäume)

  • Metalldächer (z.B. Stehfalzdächer, Metalldachplatten und -dachschindeln, Gleitbügeldächer, Trapezblechdächer)

  • Einbau von Dachflächenfenstern

  • Sicherheitseinrichtungen auf Dächern (Einzelanschlagpunkte, Seilsysteme)

  • Vogelabwehreinrichtungen (z.B. Gitter oder Netze)

  • Schneefangeinrichtungen auf allen Dacharten

  • Fassadenbekleidungen aus Metall (z.B. Winkelstehfalzfassaden, Fassaden aus vorgeformten Profilen oder aus Verbundblechtafeln)

    und vieles mehr...

Verwendete Materialien:

  • verzinktes Stahlblech

  • Titanzinkblech

  • Aluminiumblech blank

  • Aluminiumblech beschichtet

  • Edelstahlblech

  • Kupferblech