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Produkte: Glaserei

SPENGLEREI · GLASEREI

 

Was ist Glas?
Glas ist ein anorganisches Schmelzprodukt, welches aus verschiedenen Rohstoffen erschmolzen wird und beim Abkühlen nicht kristallisiert, sondern allmählich erstarrt. Die wesentlichen Bestandteile des heute vom Glaser hauptsächlich verwendeten Glases sind Quarzsand, Kalk und Soda.
Es gibt auch organische Gläser, diese fallen jedoch unter die Gruppe der Kunststoffe und haben nur teilweise glasähnliche Eigenschaften. Beispiele hierfür sind Hohlkammerplatten aus Polycarbonat sowie Acrylglas aus PMMA, besser bekannt unter dem Markennamen „Plexiglas“.
Als Glaserei verarbeiten wir sowohl anorganisches als auch organisches Glas.

Zur Geschichte des Glases
Als einer der ältesten Rohstoffe wird Glas heute eingestuft. Es wurde bereits von den Menschen des Neolithikums im mediterranen Raum vor ca. 7.000 Jahren als Obsidian (Naturglas, entstanden bei Vulkanausbrüchen) für Werkzeuge verwendet. In Ägypten und Mesopotamien wurden vor ca. 3.500 Jahren die ersten Hohlgläser hergestellt.

Hier eine Rezeptur zur Herstellung von Glas: " Nimm 60 Teile Sand, 180 Teile Asche aus Meerespflanzen, 5 Teile Kreide - und du erhältst Glas". Das ist die älteste Überlieferung eines Glasrezeptes und stammt aus der Tontafelbibliothek des Königs Assurbanipal (700 v. Chr.).

Wie wird Glas heutzutage produziert?
Glas wird in feuerfest ausgekleideten Wannen geschmolzen und danach entweder gegossen, gezogen oder gewalzt (Flachglas) bzw. gepresst oder geblasen (Hohlglas). Anschließend kann das Glas noch weiter bearbeitet werden.
Echt-Antikglas wird auch heute noch, wie vor Jahrhunderten, mundgeblasen.

Gibt es ein bruchsicheres Glas?
Glas ist als amorpher Werkstoff spröde, er kann sich also nur geringfügig verformen und versagt bei zu großer Belastung mehr oder weniger ohne Vorwarnung. Ein Glas, das nicht bricht, ist also technisch unmöglich. Es gibt jedoch Glasarten mit Eigenschaften, die im Bruchfall eine gewisse Sicherheit für Leib und Leben bieten. Man spricht dann von Sicherheitsgläsern und unterscheidet zwei Varianten:

  • ESG Verglasung (Einscheiben-Sicherheitsglas), im Volksmund auch fälschlicherweise Hartglas genannt, erhält seine Sicherheitseigenschaften über eine Vorspannung der Glasoberfläche durch Erwärmen und rasches Abkühlen. Es bilden sich im Glas Zug- und Druckspannungen, die beim Bruch zu einer kleinkrümeligen Bruchstruktur führen und man sich an den Bruchstücken kaum mehr schwer verletzen kann.

  • VSG Verglasung (Verbund-Sicherheitsglas) besteht aus zwei oder mehr Glasscheiben, die durch hochreissfeste Folien vollflächig miteinander verbunden sind. Der Sicherheitseffekt dieser Glasart besteht darin, dass im Bruchfall die Bruchstücke von der Folie zusammengehalten werden und keine losen, spitzen Glasteile entstehen, die sonst oft zu schweren Verletzungen führen.

Was macht eigentlich der Glaser?
Der Glaser verarbeitet Basisgläser direkt aus der Produktion sowie auch bereits vorveredelte Gläser (z.B. Sicherheitsgläser). Überall dort, wo Transparenz und Belichtung wichtig sind, wird Glas heute gern eingesetzt. Folgende Hauptanwendungen werden von modernen Glasereibetrieben wie dem unseren ausgeführt:

  • Neuverglasung diverser Rahmen (Holz,- Metall-, und Kunststoff)

  • Reparaturverglasung (hauptsächlich Tür-, Fenster- und Dachverglasungen)

  • Glasdächer im Kalt- oder Warmbereich (z.B. Terrassenüberdachung, Wintergarten)

  • Funktionsverglasungen (Wärmeschutz, Sonnenschutz, Einbruchschutz, Brandschutz)

  • Gläser für Badezimmer (Spiegel, Dusche, Waschtische, Wandverkleidung,...)

  • Ganzglasanlagen (Glaswände mit Türen, Fixverglasungen)

  • Glasmöbel

  • Stiegengeländerverglasung, Brüstungsverglasung als Absturzsicherung

  • Fassadenverglasung

  • Windschutzverglasung


Bei Reparaturverglasungen ist die Kommunikation und Abklärung mit der Versicherung ein wichtiger Punkt, den wir für unsere Kunden auch gerne übernehmen.